fast befreit
stelle ich mich unter die Dusche,
das heiße Wasser wischt die Spuren weg,
von seinen Händen auf meiner Haut -
einer Nacht,
die täglich ist für mich
und die ich versuche weg zu wischen,
ganz heiß,
unter der Dusche ,
am nächsten Morgen oder noch in der Nacht
oder am Abend,
oder...wann immer es passiert…
und ich duschen kann…
mit kindlicher Energie,
schrubbe ich mich ab,
um den Schmutz von meiner Haut weg zu bekommen,
den Schmutz,
der unsichtbar ist für Andere,
aber so sehr fühlbar für mich…
u mich so dreckig fühlen lässt,
einsam, allein…
mit sechs, sieben, acht, neun
zehn, elf, zwölf … -
fast befreit,
noch wenige Jahre,
denke ich, dann ist es so weit…
mit dreizehn, vierzehn, fünfzehn
drehe ich das heiße Wasser noch stärker auf,
mit jeder steigernden Alterszahl
fahre ich immer wieder
mit dem Duschkopf über jede Stelle auf meiner Haut,
um den Schmerz weg zu wischen,
den Dreck tot zu kriegen,
die Tränen zu ertränken,
welche nur fühlbar sind,
für mich…
mit fünfzehn sehe ich mich nicht mehr,
fühle nichts mehr,
bin nicht mehr da –
drei Jahre später tauche ich wieder auf,
sehe wieder klar -
fast befreit
drehe ich die Brause ab, lehne mich gegen die kalte Wand
spüre mich selber nicht –
das heiße Wasser hilft auch nicht…
ich trete aus der Dusche
trockne meinen Körper ab,
der mich so verraten hat…
ich nicht fühle,
innerlich
bin dreckig, verletzt,
vertraue nicht,
niemanden, nicht meinen Körper
und nichts…hilft
das Fühlen zu beseitigen,
auch nach Jahrzehnten nicht,
gehe ich duschen
und fühle mich danach…
befreit, wenn auch nur FAST…
Samstag, 25. November 2017
Dienstag, 14. November 2017
LOS LAS SEN
LOS LAS SEN
Viele Jahre habe ich versucht,
klar zu kommen -
mit Verletzungen, Degradierungen oder auch einer plötzlichen Ignoranz
seitens Menschen,
die ich dachte zu kennen, zu lieben...
Viele Jahre habe ich versucht,
immer nett zu sein, freundlich und hilfsbereit -
so meine Werte gesteckt, mein ich gelebt,
so, wie ich dachte, zu sein...
Viele Jahre merkte ich nicht,
warum mir gegenüber grenzwertig gehandelt wurde,
meine Grenzen verwischt wurden,
ich nicht ´gesehen´ wurde...
Mir wurden Tipps gegeben,
ein Rat erteilt
- egal ob gewünscht oder nicht -
und immer wieder gesagt,
du musst los-lassen,
dann geht es dir besser!
Viele Jahre habe ich dies versucht,
aber nie verstanden,
wie es funkioniert - was passieren muss, dass dies passiert.
NUN, nach so vielen Jahren,
bemühe ich mich nicht mehr,
so zu sein, wie andere mich gerne hätten,
mich vielleicht doch mögen würden,
um mein "ich" zu retten...
Jetzt, heute...erst vor wenigen Wochen,
wurde mir bewusst,
was passieren muss,
um ein LOS LAS SEN zu erhalten,
ganz unbewusst und ohne Wunden zu spüren...
sich einfach treiben lassen -
keine Angst mehr zu haben,
verlassen zu werden oder zu verlassen...
Leben einfach nur leben - und sich selber zu spüren,
ganz zu leben!
NUR so kann es passieren,
Dinge, Sachen und auch Menschen zu akzeptieren, wie sie nun mal sind...
vergänglich, oftmals
- ohne fest zu halten -
plötzlich nicht mehr existieren -
einfach nicht mehr sind...
UND dann noch zu merken,
genau DAS ist eigentlich gar nicht so schlimm -
und macht nichts mehr mit mir..
es tut nicht mehr weh´,
weil ich nun
nach diesen ganzen Jahren
endlich mich auch selber seh´...
Wie schön das ist, weiter gehen zu können,
Grenzen zu setzen und diese ganz alleine und selber halten zu können,
ohne Verlustangst bestehen zu können -
Liebe zu geben, zu nehmen...
und nur das JETZT genießen zu können...
LOS LAS SEN fühlen zu können -
und diesen enormen Gewinn:
endlich frei sein
und Leben zu können
....und dann macht alles plötzlich Sinn!
Samstag, 29. Juli 2017
step back
I step back
a step
to look at
my past,
to the fun
things,
to people I
loved –
I step back
and I see:
it was nice
with them,
they were
good to me…
and I step
back a step
to really
see –
rewriting
my lifescript,
my view on
me…
and try to
connect
to the
people I see:
now really
clear,
still so
dear to me
and for a
long time,
I feel
I am connected with me…
I am connected with me…
I stepped
back a step
and found
just me!
Freitag, 14. Juli 2017
diese Familie ist (m)ein Fluch
diese Familie ist (m)ein
Fluch….
aus Angst davor, Kontakt aufzunehmen, höre ich nicht auf
mein Gefühl…mit denen in Kontakt zu treten, die mir was bedeutet haben, als ich
klein war -
Aus „was auch immer“ für Hemmungen und „wer weiß wovor“,
vermeide ich Kontakt zu einigen meiner Ursprungsfamilie und anderen Verwandten, die ich
in guter Erinnerung habe - um meine „Mutter“ nicht in „wer weiß was auch immer“
für Bedrängnisse zu bringen, die mich nicht mehr interessieren dürften, aber es
noch tun -
und wieder halten Scham und Schuld mich klein, entfernt von allem
und jedem, aufgrund einer kranken Bindung, die ich nicht will, doch irgendwie
in mir verhaftet ist…
und heute muss ich weinen, weil meine Großtante starb, die mir
mal wichtig war,als ich klein war.
Sie war oft einfach
da, weil sie die Schwester meiner Oma war, ich einfach immer da war… dies
früher meine Familie war…
Ich bedaure, nicht auf mein Gefühl gehört und sie einfach im Krankenhaus
angerufen zu haben -
mit ihr noch mal geredet zu haben, um ihr zu sagen, das
auch sie mir wichtig war…
...
Donnerstag, 6. Juli 2017
ausgebremst
ich war immer hart am Limit,
überrannte mich fast selbst,
lebte in dem,
was muss,
ich „muss“ –
hatte immer das Gefühl,
ich rannte mir hinter her -
was kann ich sein,
erreichen,
was ist mein Ziel!?
ich mache weiter,
der Weg ist das Ziel!?
der Weg ist mein Weg:
Schule mit Fachabi abgebrochen,
Jahr im Ausland,
hinausgeworfen durch die Mutter
- ohne mich gefunden zu haben –
alleine wohnen,
studieren wollen…
Abitur nochmal versuchen,
Liebe suchen,
Studium begonnen,
schwanger werden,
verheiratet sein,
Sehnsucht nach Familie:
Wunschkinder kriegen -
Mutter sein von drein,
die Scheidung läuft,
Umorientierung
der Weg geht weiter,
anders als gewollt,
allein-sein:
der Wahrheit ins Gesicht geschaut,
wenn auch ungewollt,
der Realität gestellt:
anderen Weg erwählt,
der Weg ist das Ziel!?
ein Jahr Pause, alle unter 4 –
studiert, beworben:
kommen sie wieder, wenn das letzte 8 ist,
es war damals 2…
also weiter informiert, was geht, was kann sein…
weiter studiert,
wollte was schaffen,
erreichen, sein –
worauf ich mich einließ!?
ich hatte keine Zeit, studierte, absolvierte,
arbeitet mich rein:
habe gedacht, nun habe ich es geschafft!
war aber nicht glücklich,
musste weiter,
für Lebensstandart sorgen,
fühlte nichts, war taub innerlich
lies es laufen,
musste so sein…
so fühlte es sich an, lebendig zu sein!?
Ich fühlte nicht so,
doch ließ mich weiter an,
es ging ja nicht anders,
war Mutter von drei unter 12,
es musste so sein!
Ich arbeitet, versorgte die Kinder,
Haushalt, Hobby und Spaß…
Leben leben, einfach nur sein…
doch zu atmen, zu sein
ich lies mich nicht drauf ein,
worauf den auch!? kannte es nicht…
bis es dann kam,
das „jüngste Gericht“…
ich wurde krank,
immer wieder dann,
nahm Antibiotikum und Schmerztabletten,
Hauptsache, es lief –da ging es drum!
irgendwann, nach weiteren Jahren,
alleine für alles die Verantwortung tragen,
passierte es dann:
unzählige Krankheiten, Infektionen:
Körpersymptome übersah ich nun,
kannte sie ja zu genüge schon –
keine Zeit anzuhalten,
keine Zeit zu sehen,
der Weg ist das Ziel
und das Ziel:
war für mich nicht mehr zu sehen…
es ging um die Tage, das Ausruhen, das Weiter machen –
nur so war das Leben für mich zu schaffen!
irgendwann jedoch,
gar nicht lange danach,
vier Jahre nach dem ersten Knall, den weiteren danach:
kam der letzte Knaller dann:
verbrannte mein Hirn,
auf das ich mich immer am meisten verlassen habe,
fraß Löcher hinein:
Erinnerungen an vieles war dahin,
Gesprächen und Briefen zu folgen,
zu verstehen: ging nicht mehr!
Konzentration nur noch ein Minimum,
Leben bis dahin wieder, diesmal aber:
komplett ausgebremst,
kein Weg mehr,
kein Ziel voran,
nun ging es um jetzt,
um sein,
Leben leben, erinnern,
was war,
ist,
Wichtig ist und sein kann –
und vor allem, wie geht es nun voran,
auf mich selber verlassen musste ich mich immer –
das stand nun auch nicht mehr auf dem Plan –
und dann mir einem Mal,
kam ich auf meinen Füßen,
direkt auf dem Boden der Tatsachen an,
planlos, ziellos,
ohne einen Weg zu suchen, zu haben,
stand ich da –
unbeweglich, orientierungslos
ohne Plan…
überrannte mich fast selbst,
lebte in dem,
was muss,
ich „muss“ –
hatte immer das Gefühl,
ich rannte mir hinter her -
was kann ich sein,
erreichen,
was ist mein Ziel!?
ich mache weiter,
der Weg ist das Ziel!?
der Weg ist mein Weg:
Schule mit Fachabi abgebrochen,
Jahr im Ausland,
hinausgeworfen durch die Mutter
- ohne mich gefunden zu haben –
alleine wohnen,
studieren wollen…
Abitur nochmal versuchen,
Liebe suchen,
Studium begonnen,
schwanger werden,
verheiratet sein,
Sehnsucht nach Familie:
Wunschkinder kriegen -
Mutter sein von drein,
die Scheidung läuft,
Umorientierung
der Weg geht weiter,
anders als gewollt,
allein-sein:
der Wahrheit ins Gesicht geschaut,
wenn auch ungewollt,
der Realität gestellt:
anderen Weg erwählt,
der Weg ist das Ziel!?
ein Jahr Pause, alle unter 4 –
studiert, beworben:
kommen sie wieder, wenn das letzte 8 ist,
es war damals 2…
also weiter informiert, was geht, was kann sein…
weiter studiert,
wollte was schaffen,
erreichen, sein –
worauf ich mich einließ!?
ich hatte keine Zeit, studierte, absolvierte,
arbeitet mich rein:
habe gedacht, nun habe ich es geschafft!
war aber nicht glücklich,
musste weiter,
für Lebensstandart sorgen,
fühlte nichts, war taub innerlich
lies es laufen,
musste so sein…
so fühlte es sich an, lebendig zu sein!?
Ich fühlte nicht so,
doch ließ mich weiter an,
es ging ja nicht anders,
war Mutter von drei unter 12,
es musste so sein!
Ich arbeitet, versorgte die Kinder,
Haushalt, Hobby und Spaß…
Leben leben, einfach nur sein…
doch zu atmen, zu sein
ich lies mich nicht drauf ein,
worauf den auch!? kannte es nicht…
bis es dann kam,
das „jüngste Gericht“…
ich wurde krank,
immer wieder dann,
nahm Antibiotikum und Schmerztabletten,
Hauptsache, es lief –da ging es drum!
irgendwann, nach weiteren Jahren,
alleine für alles die Verantwortung tragen,
passierte es dann:
unzählige Krankheiten, Infektionen:
Körpersymptome übersah ich nun,
kannte sie ja zu genüge schon –
keine Zeit anzuhalten,
keine Zeit zu sehen,
der Weg ist das Ziel
und das Ziel:
war für mich nicht mehr zu sehen…
es ging um die Tage, das Ausruhen, das Weiter machen –
nur so war das Leben für mich zu schaffen!
irgendwann jedoch,
gar nicht lange danach,
vier Jahre nach dem ersten Knall, den weiteren danach:
kam der letzte Knaller dann:
verbrannte mein Hirn,
auf das ich mich immer am meisten verlassen habe,
fraß Löcher hinein:
Erinnerungen an vieles war dahin,
Gesprächen und Briefen zu folgen,
zu verstehen: ging nicht mehr!
Konzentration nur noch ein Minimum,
Leben bis dahin wieder, diesmal aber:
komplett ausgebremst,
kein Weg mehr,
kein Ziel voran,
nun ging es um jetzt,
um sein,
Leben leben, erinnern,
was war,
ist,
Wichtig ist und sein kann –
und vor allem, wie geht es nun voran,
auf mich selber verlassen musste ich mich immer –
das stand nun auch nicht mehr auf dem Plan –
und dann mir einem Mal,
kam ich auf meinen Füßen,
direkt auf dem Boden der Tatsachen an,
planlos, ziellos,
ohne einen Weg zu suchen, zu haben,
stand ich da –
unbeweglich, orientierungslos
ohne Plan…
vollkommen ausgebremst
und komme nun erst
nach so vielen Jahren
- ganz langsam –
endlich
so nach und nach
bei mir an!
und komme nun erst
nach so vielen Jahren
- ganz langsam –
endlich
so nach und nach
bei mir an!
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