Samstag, 22. April 2017

Depressionen


DEPRESSIONEN
kommen und gehen  
halten mich fest
in der Bewegungsunfähigkeit
die kalt ist

DEPRESSIONEN
wieder in die
gleichen Sachen schlüpfen
den Alltag bestehen müssen
wie tags zuvor,
jede Anstrengung ist zu viel

DEPRESSIONEN
jeder Tag
eine geschaffte Meisterleistung
an Anstrengung und Gefühl
und auch Mut
den kommenden Tag
ins Gesicht zu blicken

DEPRESSIONEN
gewonnene Einsamkeit
mit hoher Sterblichkeit
und Feingefühl
jeglicher Endlichkeiten der Welt

DEPRESSIONEN
Verzerren
die Wirklichkeiten
und hinterlassen
und alles andere ist dahingestellt

DEPRESSIONEN
so einsam und verlassen zu fühlen
hinterlassen eine tiefe Kluft
von Traurigkeit
ohne die Zuversicht
dies hinter sich lassen zu können

in der kommenden Zeit…

Freitag, 21. April 2017

GEDANKENACHTERBAHN

Gedankenachterbahn

so viele Gedanken durchkreuzen meinen Kopf
sie lähmen mich im Ganzen
ich bin stumm
höre nichts um mich herum
die Gedankenachterbahn im Kopf
wirbelt vorwärts und rückwärts
ohne Ziel
ohne Halt
ohne Punkt und Komma
von A-Z in 0,0 Sekunden
ziellos umherstreifend zwischen jetzt und morgen und gestern und wieder heute
konfus wechsel ich meine Altersstufen
ohne Halt in voller Lähmung und regungslos
verharre ich
Synapsen-ping-pong leiste ich sekundenschnell
ich durchkreuze die Jahrzehnte ohne Widerhall
ohne Emotionen und sachlich schaue ich meine eigenen Bilder
zu diesen ganzen Gedanken an
und falle ins nichts
ins nirgendwo
ins nirgend wie
farblose Vielfalt von Farben zeichnen meine Welt
in einem Kartenhaus aufeinander auf
und fallen wieder zusammen
um sich wieder neu aufzubauen
wo geht es hin
wo komme ich her
wo stehe ich
durchkreuze meine Gedanken, meine Welt
und höre das Echo dessen laut widerhallen
zeitlos reise ich weiter
ohne Atem zu holen
ohne hinzufallen
weil ich gelähmt bin
von all diesen Gedanken
die mein ich zu Fall bringen
und bevor ich wirklich fallen kann
baut es mich wieder auf
und lässt mich leben
atmen
frei sein
für eine Weile
und nimmt dann wieder Gedanken auf…


Donnerstag, 20. April 2017

Hinter dem Lachen...

Hinter dem Lachen

Ich bin in der Klasse:
alle lachen, albern rum - ich auch
und fühle mich anders, ausgegrenzt
nicht zugehörig,
alles kommt mir so albern vor, gerade zu kindisch,
ich gehöre nicht dazu!
Egal wie sehr ich mich bemühe, wie sie zu sein,
ich schaffe es nicht, lache aber mit ihnen,
bin so wie sie, doch anders:
den hinter meinem Lachen, lebe ich in Angst!

Lachend sitze ich in dieser Studenten-Runde,
alle lachen, es wird gescherzt, sich verabredet -
ich versuche es auch, merke aber,ich, in mir drin,
ich gehöre nicht hier hin!
Ich versuche immer weniger sie zu sein, höre auf mein Bauchgefühl -
versuche mich trotzdem zu integrieren,
auch noch etwas wie sie zu sein,
auch wenn es sich nicht richtig anfühlt,
versuche ich angepasst zu sein:
den hinter meinem Lachen, wohnt so starke Unsicherheit!

Lachend sitzen wir Mütter in einer Runde, die Babies auf unserem Schoss,
erzählen von den ersten Momenten des Glücks -
wieder merke ich,
ich bin anders, gehöre nicht hier hin, weil ich einfach anders bin -
Ich lache weiter mit, bin freundlich, zugewandt,
doch fühle mich fremd unter ihnen,
und absolut verkannt.
Ich weiß nicht, warum es eigentlich so ist
doch auch wenn ich lache, bin ich traurig,
den hinter meinem Lachen, wohnt ein Schatten, der mich packt und greift
und aus diesem Leben schleift!

Ich sitze da, schaue den Kids beim Spielen zu,
bin so stolz auf sie, sehe ihnen über die Jahre beim wachsen zu!
Bin glücklich, weil es sie gibt, sie mir Hoffnung schenken:
Hoffnung, dass es ein Leben gibt!

Ich bin immer noch anders als alle, fühle mich nicht immer zugehörig,
weiß aber nun tief in mir drin, mit dieser Geschichte in mir, bin ich einfach anders -
bin so tief verletzt, dass nichts normales greift,
meine Seele einfach anders ist und so tief erfroren ist,
dass auch mit Wärme es sehr schwer zu erwärmen ist.
Die einzige Wärme, nur meine eigene Wärme ist,
die so lange erkaltet war, das mein ich in mir einfach gestorben war - 
und erst durch lange Jahre an Erinnerung und Zeit und Kraft und Mut,
ein authentisch werden möglich war!

Ich bin nun ich,
immer noch nicht ganz, niemals richtig zugehörig -
den hinter dem Lachen, suche ich mich!

Mittwoch, 19. April 2017

einfach so

EINFACH SO


zum schutz vor allem

zum schutz vor mir

errichte ich eine mauer
die so hoch ist
das auch ich sie
nicht mehr
bezwingen kann

die einzige hilfe
die es gibt
ist die hilfe der zeit
die mir hilft
wieder ich zu werden
ein ganzes ich

ohne grenzen

und frei wie ein vogel

der seine eigenen mauern
überfliegen kann

immer dann
wenn er will

einfach so


Einmal ohne Schmerzen


Ich möchte e i n m a l

ohne Schmerzen sein,

ohne Erinnerungen,

und ohne das,

was mich ausmacht,

nur

um einmal

zu sehen,

wer ich dann wäre,

wie ich dann bin…